Brasilien


In 48 Stunden um die halbe Welt

27.2.

Caro

Mittwoch morgens zu indonesischer Zeit ließen wir uns zum kleinen Flughafen in Sorong/Papua bringen, schon ein bisschen flau im Magen ob unser langer Flug klappen würde. Die Reiseplanung von Indonesien nach Brasilien war nicht gerade optimal, aber da wir beide lieber nach Süd-oder Mittelamerika wollten als weitere südostasiatische Länder zu bereisen, nahmen wir das auf uns. Was kostet die Welt!  
Per Losverfahren haben wir dann entschieden, dass es nach Brasilien gehen soll. Große Freude bei mir, Rio de Janeiro stand schon immer auf meiner Liste. 

In Jakarta hatte ich viel Zeit für eine Yoga-Session, dann gings ab in den großen Flieger, Nachtflug 13 Stunden nach Addis Ababa.

Überraschend fit gings nach relativ kurzem Aufenthalt in den nächsten Flieger, 12 Stunden nach Sao Paulo. Wir wurden schon richtig aufgeregt und freuten uns auf Brasilien!

In Sao Paulo hatten wir nur eineinhalb Stunden Aufenthalt. Eigentlich perfekt, aber, obwohl die Flüge beide von Ethiopian Air waren, wurde der Inlandsflug wohl von einer anderen Fluggesellschaft ausgeführt, was hieß, wir mussten aussteigen, durch die Immigration, Koffer holen, zum anderen Terminal laufen, einchecken, durch die Sicherheit und zum Gate. Wir hatten etwas berechtigte Sorge ob wir das schaffen. Bzw. ich war überzeugt, dass wir eine Nacht in Sao Paulo verbringen und habe schon Hotels gegoogelt. Bei den Mitarbeitern, bei denen wir uns Hilfe holen wollten, hieß es nur, eine Stunde ist vorgeschriebene Umstiegezeit. ok. Danke für nix. Also joggten wir los wie die Ninja Turtles, konnten die miesepetrigen Damen am Schalter gerade noch überzeugen uns noch einzuchecken und kamen in genau richtiger Zeit am Gate an um direkt in den Flieger zu spazieren. Yeah!

Und dann waren wir wirklich in Rio! 
Und sind voller Freude und total erschöpft in unsere bequemen Betten in unserer herrlichen Pension in Santa Teresa gekippt.  


So schön wie in Italien

2.3.

Caro

Viel haben wir von der riesigen Stadt noch nicht gesehen, aber was wir gesehen haben war alles herrlich! Wir wohnen in Santa Teresa, einem Viertel auf einem Hügel (obwohl hier alles aus Hügel besteht). Das Viertel erinnert uns ein bisschen an Italien, oder vielleicht auch Spanien, irgendwas mediterranes. Viele enge, steile Kopfsteinpflastergassen und Treppen. Es ist auch sehr grün, überall blühts. 

Die Aussicht von hier zum Meer und den übrigen Stadtteilen ist traumhaft. 

Wir haben auch schon angefangen, uns an den Lebensstil hier zu gewöhnen. Viel trinken, am besten Kokoswasser für die Elektrolyte, Obst und Caipirinha. Den es hier in unendlichen Variationen gibt. 
Und natürlich "o my god, never ever ever in your life" (Tip von Julians Sambalehrer, von unserer Gastgeberin und Bekannten) das Handy auf der Straße nutzen. Das ist quasi wie die Einladung, dass es dir geklaut wird. Noch haben wir alle unsere Sachen und in dem Viertel hier gibt es nichts was einen unsicher fühlen lassen würde.


Dum-Bi-Chi-Ki-Dum-Bi-Chi-Ki! 

6.3.25

Julian:

Weshalb kommt ein Musiker nach Brasilien? Genau, wegen des Samba! Und damit meine ich nicht die schier überwältigende Menge und Vielfalt an, wie Reinhard Mey es so schön nennt, "Pöter", die man hier zum Karneval bestaunen kann. Nein, ich habe die Gelegenheit genutzt um ein paar Musikstunden zu nehmen. 

Einen Lehrer zu finden war erstmal gar nicht so einfach, die meisten Anbieter machen nur feste Zwei-Wochen-Masterclasses im Juli oder August, und ich brauchte ja jemanden für eine Handvoll Privatstunden. Nach ein wenig Recherche bin ich auf die"Fabrika Musikal"gestossen, eine kleine Musikschule, die mir nicht nur einen, sondern gleich drei Musiklehrer zur Verfügung gestellt hat! 

Von rechts sind das: Cadu, der Leiter der Musikschule, Humberto, der Perkussionslehrer, und Renato, der Schlagzeug Lehrer und der einzige in der Gruppe mit Englischkentnissen.

Ein sehr netter und lustiger Haufen! 

Der Grund, warum ich gleich drei Lehrer gekriegt habe, liegt in der speziellen Lehrmethode, von Cadu eigens entwickelt: der Schüler bekommt zwei Schlagzeuger und einen Pianisten an die Seite, damit er das Gelernte gleich in der Band-Praxis üben kann. Nicht gerade eine didaktische Revolution, aber hier kann man es sich scheinbar leisten, dass drei Lehrer einen Schüler betreuen... 

Der Unterricht an sich war sehr witzig. Ich wollte gerne mehr darüber erfahren, wie man Samba spielt, die verschiedenen Instrumente, die Rhythmen, die Spieltechniken... und fairerweise muss man sagen, dass wir das auch gemacht haben. Den Großteil der Zeit aber habe die drei Herren mir versucht zu erklären, wie vielschichtig und komplex der Samba und seine Geschichte ist, wieviele verschiedene Arten es gibt und dass man das ja im Grunde alles in sieben Stunden gar nicht lernen kann. Die Tatsache, dass immer entweder Humberto oder Cadu erstmal leidenschaftlich auf Portugiesisch erzählt haben und Renato das Ganze dann nochmal übersetzen musste, hat auch ganz schön Zeit gekostet. Insgesamt hab ich aber eine ganze Menge mitgenommen, wurde in vielem bestätigt, was ich zuhause schonmal gelernt hatte, und hab auf jeden Fall drei neue Freunde gefunden. Und natürlich war ich der "beste Gringo, den sie jemals an ihrer Schule hatten!" 


Carnival in Rio de Janeiro 
6.3.

Caro

...der beste Carnival der Welt;) Auf jedenfall ein riesiges und lautes Spektakel mit Samba, Caipirinha und viel Haut.
Im Carnival dreht sich alles um den Samba - Musik und Tanz - ob es um die spektakulären Paraden im Sambadrom geht oder die sogenannten Blocos, die Straßenpartys. 

Die einen meinen, die große Show im Sambadrom, wo 5 Nächte hintereinander die verschiedenen Sambaschulen ihr Bestes um den Gewinn der besten Schule geben, ist das Herzstück des Carnivals. Die anderen Rioner, die wir getroffen haben, sind überzeugt, der wahre Carnival ist auf den Straßen. Wir ließen uns beides nicht entgehen und fanden beides überwältigend. Manchmal im wahrsten Sinne des Wortes. 
Im Sambodrom waren wir gleich am ersten Tag der Paraden und haben uns quasi die 2. Liga angeschaut - die Sambaschulen kämpfen darum in den Hauptparaden mitzulaufen. (das waren die noch übrigen und erschwinglichen Tickets). Aber schon der Aufwand an diesem Abend war unglaublich-so viele Federn, bunte Farben, tolle Ideen für die Wägen und soooo viele Mitwirkenden. Jede Schule hat einen Song, der ihr Thema präsentiert, und der wird dann die ganze eineinhalb Stunde performt, in der die Schule vorbeitanzt. Das ganze dauert dann schon mal die ganze Nacht. 

Neben den klassischen Schönheiten mit wirklich unglaublichen Körpern, gab es auch durchaus stärkere Sambatänzerinnen. Vielleicht ist das wie beim Bauchtanz, da muss was shaken. 
Eine kleine Impression der Paraden gibts im Video. 

Tagsüber wird in der ganzen Kanevalswoche auf den etwa 500 verschiedenen Blocos in den Vierteln Rios gefeiert. Manche beginnen schon um 7 Uhr morgens und tatsächlich, auch da stehen die Feierwütigen in Mengen bereit, im Kostüm und mit dem Morgen-caipi in der Hand. Kostümiert sind die meisten, wobei Kostüm einfach nur bedeutet auf mehr oder weniger kreative Weise so viel Haut wie möglich zu zeigen und dann noch irgendwas in die Haare zu stecken, Glitzer drauf, fertig. Und da kamen wir doch nicht umhin Pöter zu gucken. Ab und an hat man sich fast wie auf einem Unterwäschemodel-Schaulaufen gefühlt unter all den gestählten Körpern. 

Die Stimmung ist überall gut und aufgekratzt, alle sind bereit zu tanzen und zu feiern. 

Wir haben uns auch in möglichst wenig Schale und ab in die Menge geschmissen. Bei den Blocos gibt es meistens eine Sambaband, die aus bis zu 160 Musikern besteht, die irgendwann eine ungefähr vorgegebene Route abläuft und lautstark ihren Song spielt, das Partyvolk hüpft hinterher. Meistens werden auch noch riesige Puppen in dem Zug mitgetragen. Geschäftstüchtige versammeln sich an den Orten, wo viele Menschen sind und die Parade wahrscheinlich vorbeikommt und verkaufen Getränke und Caipi aus Kühlboxen oder kleinen schiebbaren Wägen.

Einmal haben wir in der Menge gewartet und dann doch Reißaus genommen, als die Parade kam, da es ein unglaubliches Gedränge war.

An der Copacabana kamen wir an, als das meiste schon vorbei war, da kam die Parade scheints pünktlich. Aber auch so hats Spaß gemacht mit anderen Gutgelaunten zu flanieren und bei den verstreuten Musikern stehenzubleiben und mitzutanzen.

Auf einem Bloco haben wir gewartet, ohne dass überhaupt ein Zug kam, aber es wurde auch so heftig getanzt und wir wurden plötzlich umzingelt von einer brasilianischen Großfamilie, die uns in ihre Mitte aufnahm.

Bei der Bloco das carmelitas waren wir mitten im Geschehen, als die Band sich aufgestellt und losgelegt hat. Das hat unsere Trommelfelle rausgeblasen. Und danach war man nicht nur im eigenen Schweiß gebadet, sondern in dem von allen Umstehenden auch;). Bei der Straßenparty, die im Viertel des Karmeliterklosters stattfindet sind alle Beteiligten als Nonnen kostümiert, damit die wirklichen Nonnen sich unbemerkt zum Carnival feiern dazuschleichen können;)
Die beste Parade war die auf der Straße vor unserer Unterkunft, zu der wir ohne Platzangst im Pool getanzt haben. 

Jetzt freuen wir uns ein bisschen, dass der Carnival vorbei ist, nur die hartgesottenen feiern noch 2 Tage weiter. Ein bisschen weniger Gedränge und vor allem ein bisschen weniger Wildpinkler wären vor allem für meine Nase nicht schlecht. 


Unter den Armen Cristos
11.3.

Caro

Nach dem Carnavaltrubel sind wir jetzt auch ein bisschen zum sightseeing gekommen. Als erstes sind wir in eine kleine Zahnradahn gestiegen und hoch zum "Cristo Redentor" gefahren. 
Das witzige ist: wenn man da oben ist, hat man eine ziemlich schlechte Sicht auf den Cristo. Aber runtergucken kann man schön. Und allein die Größe von der Statue ist unglaublich, wenn man da drunter steht. Uns ist aufgefallen, dass sein Gewand nicht mehr so blütenweiß frisch gewaschen aussieht, wie auf den älteren Bildern, die man kennt;)

Ein bisschen in der Innenstadt haben wir uns auch umgeguckt. Das ist allerdings wirklich nicht das hübscheste Viertel der Stadt. Aber die moderne Kathedrale ist sehr toll und klug gemacht, selbst bei heissestem Wetter ist es dadrin kühl. 

Sonst gibt es noch ein paar hübsche Kolonialzeitbauten wie das Theater, gemischt mit viel Plattenbau.  

In einigen Vierteln wie Santa Teresa, Lapa oder Gloria sieht es dagegen viel romantischer aus. Und dann gibts noch die Favelas auf den Berghängen.
Echt brasilianische Kultur haben wir bei einem Capoeira-Treffen abbekommen. Das war auf einem Betonkreis mitten in einem Park. Zuerst wurden Übungen gemacht, das war sehr anstrengend. Danach ging es dann in einen großen Kreis und es wurde "gespielt". Wie in einem Discokreis haben die zwei in der Mitte gezeigt, was sie konnten. Dabei wurde dann gesungen und Musik gemacht. Capoeira ist eine "Kampfkunst", die von den Sklaven erfunden und als Tanz getarnt wurde. Auf die Idee, dass man so kämpfen könnte, würde tatsächlich auch niemand kommen. Das sieht ein bisschen aus, wie wenn zwei Kinder so tun als würden sie breakdancen, möglichst nah beieinander, sich aber nicht berühren dürfen. 

Unsere Lieblingsbewegung: der eine muss unter den gespreizten Füßen des anderen durchkriechen, Beine zuerst... 


Para mi, Paraty

13.3.25

Julian:

- Nach den anstrengenden Karnevalstagen in der Großstadt zog es uns mal für ein paar Tage aufs Land hinaus. Wir hatten in Paraty, einem kleinen idyllischen Örtchen etwa fünf Stunden von Rio entfernt, eigentlich schon zwei Workaways angefragt, bekamen aber, ganz brasilianisch, erst drei Wochen später Antwort - leider zu spät. Wir sind also als ganz normale Touristen nach Paraty gefahren. 

Los gings mit einer Busfahrt. Die sehr unebenen Straßen und der sehr rucklige Fahrstil unseres Busfahrers hat die fünf Stunden Fahrzeit nicht unbedingt verkürzt. Aber es hat sich gelohnt: Paraty ist ein kleines und feines Städtchen, mit sehr alten Gassen, schönen und bunt angestrichenen Häuserfronten und vielen geschmückten Booten, mit denen man eine Tagestour zu den vielen schönen Buchten rund um die Stadt machen kann. 
Wir haben uns nicht für eine Buchtbootstour entschieden, sondern für die zweitbeliebteste Ausflugsvariante: eine Jeeptour zu den Wasserfällen. Von denen gibt es hier auch sehr viele und sehr viele schöne. So ging es also auf der Ladefläche eines umgebauten Jeeps wie auf Safari in den Urwald Brasiliano. 
Das Schöne daran: wir hatten bei jedem Wasserfall Zeit um baden zu gehen - herrlich erfrischend! Auch wenn außer uns noch etwa einhundert andere Touris von drei Reiseveranstaltern da waren, konnte man zumindest das kühle Nass genießen. Und wenn man seinen Kopf von den Menschenmassen weggedreht hat, konnte man dank lautem Wasserfallrauschen fast so tun als wäre man alleine da... 


Das Girl von Ipanema (und der Copacabana)
16.3.25/18.3.25

Caro

Wir sind wieder zurück in Rio und diesmal sind wir in einem Airbnb in einem Wohnblock direkt an der Copacabana abgestiegen. Mitten in der Millionenstadt, ein paar Meter vom Strand und trotzdem haben wir vom Esstisch einen Ausblick auf den Dschungel. Verrückt oder?

Am Ende der Copacabana ist der berühmte Zuckerhut. (Im Portugiesischen eigentlich Zuckerbrot-wo war da wohl der Übersetzungsfehler?). Den kann man mit einer Seilbahn besteigen. Zu uns war der Zuckerhut allerdings nicht besonders süß, bis wir nach 3 Stunden anstehen und in Schlangen warten endlich oben waren, hatte er sich in dichten Nebel gehüllt. Oben waren wir von den vielen Menschen und dem Gequetsche in der Seilbahn schon so genervt, dass wir zu Fuß abgestiegen sind. Dabei haben wir noch ein paar süße Äffchen gesehen.
Am Sonntagmorgen gings zum Joggen an die Copacabana- die beste Art die Promenade wie ein Local zu erleben. Morgens um 8 war schon gefühlt die halbe Stadt auf den Beinen. Es war extra die dreispurige Straße abgesperrt. Darauf wurde gejoggt oder gewalkt, dass man sich wie in einem Marathon gefühlt hat. Ein paar hundert Meter weiter begannen sich viele in den Nationalfarben zu einer Demo zu versammeln- mit Ex-Präsident Bolsonaro und seinen Anhängern um ein Comeback und die Amnestie der rechtsradikalen Kongressstürmer zu fordern, wie wir später erfahren haben. Dahinter hat ein Schwimmwettkampf stattgefunden, viele Sportlerinnen hatten gerade ihre Medaille bekommen. Und am Ende der Copacabana wurde für ein Musikfestival aufgebaut. Am Strand wurde ausserdem fleißig Volleyball und Volley Soccer geübt und in einer Beacharena gabs ein Beach Tennis Turnier. Alles geboten, was man sich nur vorstellen kann! Das Joggen war bei der Hitze trotzdem ganz schön anstrengend. 
Nach dem Sport am Morgen gings am Nachmittag wieder an den Strand- zum reinen Faulenzen. 

Hier kann man Tage verbringen ohne aufzustehen weil fleißige Dienstleister dir alles bringen was man brauchen könnte: sie stellen dir Liegen und Schirm bereit, bringen Cocktails, Snacks-frisch vor dir gegrillt, der Masseur und der Friseur kommt vorbei, auch shoppen kann man im liegen erledigen. Und dabei gibt es so viel zu beobachten. All die Körper, die so sorgfältig gestählt werden, die neuen Bikinis, die vorgeführt werden, Sportler, die ihr Können zeigen. So kann man schon mal seine Tage verbringen...

Viele haben uns geraten auch zum Strand nach Ipanema zu schauen, der liegt gleich um eine Felsenecke rum. Auch hier haben wir einen wunderbaren Strandtag verbracht. Faulenzen, in die Wellen hüpfen und sich wie im Schlaraffenland alles vor die Nase liefern lassen. 

Wir hatten zuvor gewettet wie oft wir das "Girl von Ipanema " hören würden - abhesehen von unserem Gesumme tatsächlich kein einziges Mal! Enttäuschend;) 

Reiseramsch Brasilien 

19.3.25
Julian:

So schön die Zeit in Brasilien auch war, so sehr freue ich mich darauf in Kuwait zur Abwechslung mal wieder ein bisschen weniger fremde Haut zu sehen. Vorher aber noch unseren brasilianischen Reiseramsch:

- die Wochentage werden hier nicht mit Wörtern wie Montag, Dienstag etc. benannt, sondern durchnummeriert, der Erste der Woche, der Zweite der Woche... 
 - Schaufensterpuppen gibt es hier, erstaunlich realistisch, auch in Plusgrössen: 

- es gibt hier, vor allem im Umland von Rio City, so genannte "Kilo-Buffets", wo man für das Essen nicht per Flatrate, sondern nach Gewicht bezahlt. Man geht also durch das Buffet, lädt fleissig Essen auf und stellt seinen Teller an der Kasse auf eine Waage. Und das Beste daran: Das gibt es auch in Eisdielen! So kann man sich von jeder Sorte einen kleinen Probier Löffel nehmen wenn man will, oder sich einen extra fetten Löffel Schokoladeneis!

- Am Strand von Copacabana, Ipanema & Co. wird selbstverständlich auch sehr viel Sport gemacht. Zu den beliebtesten Sportarten gehört dabei überraschenderweise nicht Volleyball, sondern a) Beachtennis (spielt man mit Holzschlägern über ein Badmintonnetz) und Foot Volley, also Volley-Fußball. Die Regeln sind, soweit wir das beurteilen können, die gleichen wie beim Volleyball, nur dass man den Ball eben nicht mit den Händen bedient, sondern mit Fuß, Kopf und Schulter. Sieht an sich ganz cool aus! 

- zum Essen gab es einige exotische Sachen wie: Palmherzen ( der Stamm einer Palme, von der Konsistenz ein bisschen wie Artischoke), Acai, vor allem in einer Bowl, so genannte Bolinhos mit verschiedensten Füllungen als herzhafter Snack zwischendurch und Papaya-creme mit Cassislikör

- Caipirinha gabs ab 1,50 €, und in allen möglichen Sorten, mit Ananas, Mango, Limone und mit verschiedenen Cachacas. 

und diese Maisflips, die zu etwa 80% aus Luft bestehen, sind hier auch sehr beliebt: