Heiß und Eis

Wie schon erwähnt, ist es in Chile gerade nicht besonders warm. Deshalb haben wir uns auf unserer Fahrt in den Süden besonders aufmerksam nach so etwas wie einer Therme umgesehen, in der wir unsere durchgefrorenen Glieder ein wenig wärmen könnten. Und als hätte das Schicksal uns erhört, kamen wir gestern durch eine Gegend, die berühmt ist für ihre heißen Quellen und natürlichen Thermalbäder, die sich aus dem hiesigen, noch aktiven Vulkan speisen. Ein besonders schönes Bad wurde uns von unserem Herbergsvater empfohlen: die "Termas Geometricas". In einer Schlucht, entlang eines Flusses, wurden insgesamt 20 Becken gebaut, in die das vulkanische Quellwasser geleitet wird. von der Quelle weg wird das Wasser in jedem Becken immer kälter, so dass man zwischen 45 und 35 Grad Celsius zwischen allen Wassertemperaturen wählen kann. Wir haben uns letzten Endes für die 37 Grad entschieden und die erstaunliche Kulisse bewundert:
Und erst, als es dunkel wurde - ein Traum!
Heute dann wollten wir eigentlich den Vulkan besteigen. Wir haben aber nur ein kleines Skigebiet gefunden, ganz abgesehen davon, dass es eh viel zu neblig war für irgendwelche Lavabesichtigungen. Also haben wir uns kurzerhand zwei Schlitten ausgeliehen, sind mit dem Lift hochgefahren und runter gerodelt. Hat sich angefühlt wie daheim!
Das Kuriose war, dass an dem Skigebiet der Schnee erst genau am Hang begann, davor war alles braune Erde. Auf unserem Weg dorthin sahen wir zwar einen Haufen Leute in Schneeanzügen und mit Skiern, aber wir konnten uns beim besten Willen nicht vorstellen, dass da irgendwo ein Skigebiet sein soll. Alles war grün und nicht ein Schneeflöckchen, bis wir die Auffahrt zum Lift hinauffuhren. Da hab ich mich gefragt, wie es sein kann, dass auf einem aktiven Vulkan Schnee liegt, aber außen rum nicht. Wer mir das erklären kann, gerne eine Nachricht schicken!